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Rumble in the Pott – It’s Lanna Time übertrifft alle Erwartungen

DSC00572Bochum – Was für ein Samstag der 14. Juni. Unser Titel Saturday Fight Fever traf den Nagel am Kopf, da es eine Fightparty war. Die Hausgala It’s Lanna Time war schon lange ausverkauft und man hätte mindestens doppelt so viele Karten verkaufen können.

Es gab an diesem Abend fast nur Sieger, gerade in den Top5 Fights konnte es keine wirklichen Verlierer geben, da immer zwei dazu gehören, damit ein Kampf richtig gut wird. Egal ob Mädels oder Jungs, alle gaben ihr bestes plus X!

Den Schick Brüdern ist mit Organisator Isa Topal ein toller Event gelungen. Der Ruhrpott entpuppt sich immer mehr zum Mekka der Mixed Kampfsportveranstaltungen.

Aber kommen wir nun zur Übersicht der Kämpfe:

1. Jermaine Scott vs. Kevin Liedtke MMA

Jermaine Scott und Kevin Liedtke hatten die Ehre die It`s Lanna Time mit einem guten Kampf zu eröffnen.

Nach 2 Niederlagen zu Beginn seiner Karriere wollte es besonders Jermaine Scott wissen.

Beide Kämpfer stehen in der Linksauslage, tasten sich zu Beginn kurz ab mit vereinzelten Low-Kicks beider Kämpfer.

Kevin Liedtke eröffnet dann mit einem gelungenen Takedown den Kampf und verlagert das Geschehen auf dem Boden. Es folgt ein erbitterter Kampf um die Topposition. Jermaine Scott gelingt es sich aus der Guard in die Mount zu befreien und den Kampf spektakulär durch Ground and Pound für sich zu entscheiden.

Sieger 1. Runde [Ground an Pound] Jermaine Scott

2. Roman Palamer vs. Angelo Dijor Boxen

Ein Kampf auf Augenhöhe zwischen Roman Palamer gegen Angelo Dijor.

Palamer kommt in der ersten Runde öfters mit seinem Jab durch, landet insgesamt auch mehr Treffer. Dijor ist der erfahrenere und technisch bessere Boxer, der über ein größeres Repertoire an Kombinationen und Schlägen verfügt: Man sieht bei ihm bei Linksrechtskombination mit Abschluss Uppercut/Cross, aber er vernachlässigt auch seine Deckung. Palamer kommt dagegen öfters mit seinem guten Jab und Ein-Zwei Kombinationen ins Ziel.

Die erste Runde geht verdient an Palamer.

Anders sieht de Sache in Runde 2 aus. Dijor einfach variabler und mit mehr Treffern und gewonnener Runde.

Eine ausgeglichene dritte Runde beider Kämpfer wird mit viel Applaus honoriert. Das Ergebnis muss man dagegen nicht unbedingt so teilen: Sieger nach Punkten Roman Palamer!

Angelo Dijor hatte sich aus unserer Sicht ein Unentschieden verdient. Palamer wirkte allerdings dynamischer, was für die Punktrichter den Ausschlag gegeben haben könnte.

Sieger nach Punkten: Roman Palamer

3. Luba Littau vs. Lina Kotanidou K1

Luba Littau war die Kämpferin mit der größeren Reichweite, aber auch die technisch bessere Kämpferin. Die kleinere Kotanidou kämpfte etwas unsauber aber sehr beherzt, suchte ihr Heil im Infight, war immer im Vorwärtsgang. Littau hatte auf die Aktionen ihrer Gegnerin stets eine Antwort parat. Sie setzte alle Zurufe ihrer Betreuer um, musste sich aber trotzdem vor den wilden Schlägen von Lina Kotanidous vorsehen. Am Ende gab einen taktisch klug erkämpften Sieg für Luba Littau, in deren Ecke mit Dilara Kocak eine Top-Athletin des K1 stand und Littau lautstark unterstützte.

Verdiente Siegerin nach Punkten: Luba Littau

4. Dennis Michaelis vs. Alexander Klein MMA [K.O of the Night]

Kurz und schmerzvoll – So das Fazit im Kampf der schweren Jungs. Keine 7 Sekunden dauerte es, da hatte Alexander Klein seinen Gegner nach einem Cross zur Schläfe und anschließenden Uppercut zum Kinn ins Reich der Träume geschickt.

Sieger durch KO in Runde 1: Alexander Klein

5. Jeffrey vs. Adrian Ambrus K1

Ein Feuerwerk gleich von Beginn lieferten dem Publikum Jeffrey und Ambrus. Beide gleich mit mehreren Treffern zum Kopf. Leichte Vorteile für Adrian Ambrus, der in der zweiten Runde sich immer mehr Vorteile erarbeitet und mehr klare Treffer mit Low-Kicks und Jabs und landen kann. In der 3. Runde schafft Jeffrey ein Comeback in den Kampf. Beide versuchen nochmals alles, doch am Ende heißt der verdiente Sieger Adrian Ambrus. Trotzdem ein dickes Lob an beide Kämpfer, die abgeliefert haben.

Sieger nach Punkten: Adrian Ambrus

6. Dima Rybin vs. Jakob Heckmanns K1

Rybin zeigte einen technisch guten Kampf mit ausgesprochen großen Repertoire an Schlägen und Kicks [Spinning-Round-Kick und Backfist].

Das Bild ändert sich auch nicht in den folgenden Runden: Rybin ist einfach der variablere, konsequentere und aggressivere Fighter, deckt seinen gegner Heckmanns immer wieder mit gekonnten Kicks und Fäusten ein.

In der 3. Runde dann der KO Sieg für Rybin.

Sieger durch KO in Runde 3: Dima Rybin

7. Marian Bremert vs. Ismail Celik K1

Marian Bremert zu Beginn aggressiver, treibt Celik vor sich her, ohne sich große Vorteile zu erarbeiten. Celik setzt harte Low-Kick an die Wade von Bremert, der einknickt und angezählt werden muss. Anschließend macht Celik kurzen Prozess und beendet den Kampf in der ersten Runde vorzeitig durch einen erneuten Low-Kick an die lädierte Wade von Bremert.

Sieger durch TKO: Ismail Celik

8. Jaqueline Cloer vs. Svenja Börding K1

Ein Kampf zweier unterschiedlicheren Kämpferinnen sahen die Zuschauer im 8. Kampf. Börding mit Reichweitenvorteilen gegen die kleinere Cloer. Auch technisch ist Börding die bessere Kämpferin, die mehr Übersicht zeigt und besonders in Runde 1 viele Treffer mit Fäusten und Kicks landet. Cloer versucht dagegen mit wilden Schlägen in den Infight zu kommen, trifft ausschließlich die Deckung von Börding. Man sieht so gut wie keine Kicks von Cloer, nur zaghafte Versuche mit dem Knie.

In er zweiten Runde kommt Cloer jetzt besser in den Kampf und trifft jetzt auch selbst. Börding trotzdem mit mehr Treffern, die technisch und taktisch ausgewogenere Kämpferin.

In der dritten Runde ist Börding konditionell am total ausgepowert. Cloer jetzt die dominantere Kämpferin und mit vielen Treffern. Die 3.Runde geht ganz klar an Cloer, die auch überraschend den Kampfsieg holt. Bei dem Ergebnis durfte man ebenfalls geteilter Meinung sein.

Siegerin nach Punkten: Jaqueline Cloer

9. Uzay Yilmaz vs. Sebastian Schlünkes Boxen

Einen knappen Entscheid gab es im 9. Kampf der im Boxen ausgetragen wurde. Sebastian Schlünkes ist der größere Kämpfer, trifft in der ersten Runde öfters. Uzay Yilmaz sucht dagegen konsequent den Infight um gegen seinen größeren Kontrahenten Treffer landen zu können.

Die Runde geht in die Blaue Ecke an Schlünkes. In der zweiten Runde schafft es Yilmaz in den Infight zu kommen, ist der aktivere Kämpfer, wogegen Schlünkes seinen Reichweitenvorteile nicht nutzen kann und die Runde abgibt. Alarmiert von Runde 2 lässt Schlünkes nun nichts mehr anbrennen. Er ist der aktivere Mann und hat den Kampf unter Kontrolle. Yilmaz lässt dagegen immer mehr nach.

Sieger nach Punkten: Sebastian Schlünkes

10. Joel Pätzold vs. Marvin Walszak K1

Man hatte zu Beginn den Eindruck beim klassischem Boxen gelandet zu sein. Beide Kämpfer boxen hauptsächlich, Pätzold der präzisere Mann mit mehr Treffer und ununterbrochen im Vorwärtsgang. Walszak kann einige mal gut kontern, hält mit allem was er hat dagegen. Joel Pätzold sucht die Entscheidung, trifft auch in der Folge sehr gut, landet nun auch auch gute Kicks. In der dritten Runde wird es für Walszak ein Überlebenskampf, der unermüdliche Pätzold gibt nicht nach und sucht die Entscheidung. Am Ende ein verdienter Punktsieg für Pätzold.

Sieger nach Punkten: Joel Pätzold

11. Ilyas Islamgeriev vs. Tofi MMA

Dieser Kampf wurde aufgrund einer Verletzung von Tofi kurzfristig abgesagt.

12. Annika Sarica vs. Pia Schubert K1

Der Fight startete gleich mit viel Action, die Zuschauer sahen Treffer hüben wie drüben. Typisch Annika Sarica, immer nach vorne marschierend kommt sie einige male mit Knie und Low-Kicks durch. Pia Schubert beschränkt sich zwar mehr auf die Verteidigung, kontert aber einige male sehr stark.

Nach der ersten ausgeglichenen Runde startet die 2. Runde diesmal mit viel Druck von Schubert, einige Schlaghagel gehen über Sarica ein, die zum Ende der Runde wieder da ist. Aber die Runde geht an Schubert.

Die dritte Runde gehört Sarica, die ganz in ihrem Element ist, viele Low-Kicks ins Ziel bringt. Schubert fast stehend KO, wehrt sich aber mit letzter Kraft, zeigt Kämpferherz, die Runde geht aber klar an Sarica.

Das Ergebnis ist keine Überraschung: Draw – Unentschieden!

13. Alex Blach vs. Khalid Taha Grappling

Grappling-Spezialist Blach gegen den typischen MMA Striker Khalid Taha? Das dachten zumindest nicht wenige Kampfsportfans im Vorfeld dieses Kampfes. Grappling vereint Elemente vieler Bodenkampfsportarten in einer Disziplin und wird beim Combat Club Cologne groß geschrieben. Genau dort trainiert und feilt Khalid Taha unter Mike Cüppers an seinen Fähigkeiten für den Bodenkampf. Vorsichtiges abtasten zu Beginn des Kampfes. Man fühlt sich an einen Ringkampf im Griechisch-Römischen Stil erinnert. Taha versucht zweimal Takedowns anzusetzen, doch Blach kann diese abwehren. Chancenlos ist er gegen zwei O-Goshis (Hüftwurf) von Taha. Während Blach beim ersten die Guard Position (Rückenposition) gerade noch abwehren kann, befördert der zweite Wurf ihn auf den Rücken und Taha in die Topposition. Auch in der Folge ist Khalid seinem Gegner in allen Belangen überlegen und man hat nie das Gefühl, dass der Kampf ihm aus den Händen gleiten könnte.

Khalid Taha gewinnt den Kampf vor den zahlreich mitgereisten Freunden und Familienangehörigen und ist bestens gewappnet für die GMC im September.

Strahlender Sieger nach Punkten: Khalid „ The Warrior“ Taha

14. Sindujan Sritharan vs. Gurpreet Singh K1 [Top-5 Fight]

Einen der Top-5 Kämpfe des Abends sahen die Zuschauer im 14. Kampf.

Gurpreet Singh und Sindujan Sritharan zeigten einen beherzten technisch ansehnlichen Kampf mit viel Tempo über die vollen 3 Runden. Singh startet gleich mit einem Low-Kick und sucht den Schlagabtausch mit Sritharan. Dieser kontert die klug vorgetragenen Angriffe des deutsch-Inders aggressiv und versucht gegen den größeren Singh in den Infight zu kommen. Beide Kämpfer zeigen gute Schlag und Kick-Kombinationen, können das sowieso schon verwöhnte Publikum im Saal nochmals einheizen.

In der zweiten Runde sucht Sritharan weiterhin den Infight, geht seinerseits vorwärts. Heftiger Schlagabtausch beider Kämpfer, Kick von Sritharan zum Körper von Sing, dessen Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Singh kann im Gegenzug mit einem Kick zum Kopf seinen Gegner treffen, dieser geht zu Boden, muss angezählt werden.

In der 3. Runde wird das Tempo etwas langsam, Sindujan mit kommt mit einem Highkick durch, doch Singh nutzt seine Reichweitenvorteile aus und holt sich verdienten Punktsieg.

Sieger nach Punkten: Gurpreet Singh

15. Lukas Mööp vs. Daniel Silver K1

Mööp startet gleich mit einem sehenswerten Side-Kick in den Kampf, doch Silver kontert mit einer ansehnlichen Boxkombination. In der Folge sehen die Zuschauer viele Low-Kicks und ein geringeres Tempo als im Kampf zuvor.

Der Kampf kommt in der zweiten Runde besser in Fahrt. Mööp jetzt dominanter mit Kicks zum Körper von Silver, dieser schützt sich hinter einer Doppeldeckung.

Silver kommt in der 3. Runde besser in den Kampf, kann eine Low-Kick Serie ins Ziel bringen, doch letztendlich gewinnt der Kämpfer mit der besseren Physis verdient nach Punkten.

Sieger nach Punkten: Lukas Mööp

16. Milo Grigoryan vs. Christian Fritsche K1

Kurzen Prozess machte Milo Grigoryan im Kampf gegen den groß gewachsenen Fritsche. Er schickte seinen Kontrahenten innerhalb von 20 Sekunden zweimal zu Boden. Der Ringrichter beendete daraufhin den ungleichen Kampf.

Milos Leistung gab anschließend Anlass zu Diskussionen. Es gab einige Zweifler, die sich sicher sein wollen, dass Debütant Grigoryan nicht seinen ersten Kampf gemacht haben soll, sondern ein erfahrener Mann sei. Allerdings sollte man solche Gedanken gleich vergessen. Milo Grigoryan trainiert seit Jahren in Köln beim Combat Club Cologne. Er trainiert unter hervorragenden Bedingungen mit Topleuten aus der deutschen Martial Arts Szene. Um einige Namen zu nennen: Ruben Crawford, Khalid Taha, Jonas Billstein, Abu Azaitar, Lom Ali Eskijew, Cengiz Dana und vielen mehr. Die Diskussion darf man daher getrost beenden. Wer glaubt, dass der Combat Club Cologne wissentlich seinen guten Namen in der Szene aufs Spiel setzt?

Sieger durch TKO in der ersten Runde: Milo Grigoryan

17. Carina Rduch vs. Amelie Robrecht Boxen [Woman Topfight of the Night)

Als Carina Rduch und Amelie Robrecht den Ring betraten, dachte man eher an eine Promo-Aktion einer Modelagentur und nicht etwa an einen knallharten Boxkampf. Die hübschen Damen waren allerdings tatsächlich zu einem Fight erschienen. In der Ecke von Carina Rduch stand Isa Topal höchstpersönlich. Rduch zeigte gegen ihre 15 Kg schwerere Gegnerin eine tolle Leistung, dominierte einen von ihr sehr diszipliniert vorgetragen Kampf in den ersten beiden Runden. Sie schlug mehr, traf auch häufiger gegen Robrecht, die gegen Rduch einfach keine Mittel fand. Erst in der dritten Runde zeigt Amelie Robrecht, dass auch sie eine gute Kämpferin ist und gewinnt die dritte Runde, was aber nicht mehr zum Sieg reichte. Dafür hätte sie nur noch durch K.O gewinnen können. Der Kampf der beiden Mädels ist der Woman Topfight of the Night.

Siegerin nach Punkten. Carina Rduch

18. Alex Schmitt vs. Max Emig K1 [Top-5 Fight]

Einen der temporeichsten Kämpfe sah man im Kampf Alex Schmitt gegen Max Emig.

Schmitt geht sofort in den Mann, trifft mit Low-Kicks, Emig kommt mit schnellen Händen zum Kopf von Schmitt durch. Beide schenken sich sich nichts.

Schmitt zeigt in der zweiten Runde einige gute Boxkombination, Emig kontert mit einem ansehnlichen Frontkick.

In Runde 3 trifft Schmitt seinen Gegner Emig schwer mit einem Cross zum Kopf, der geht zu Boden und wird angezählt. Schmitt setzt sofort nach, erneuter Niederschlag. Schmitt gewinnt vorzeitig durch TKO. [Top 5 Kampf]

Sieger durch TKO in Runde 3: Alex Schmitt

19. Patric Dessousa Carneiro vs. Gregor Krasokha [Top-5 Fight]

Einen weiteren Top5 Kampf haben wir mit dem Kampf Carneiro gegen Krasokha prämiert. Beide Kämpfer zeigen den vielleicht schnellsten MMA Kampf des Abends. Der Kampf ist von ständigen Clinches und Schlagabtäuschen geprägt. Grasokha ist im Stand stärker mit guten Schlägen zum Kopf., doch Patric Dessousa Carneiro ist als unbequemer Gegner bekannt, erwidert die Angriffe seines Gegners und versucht Krasokha in den Clinch zu ziehen, wo er wiederum der stärke Akteur ist.

Allerdings kann Krasokha mit einem Takedown den Kampf auf den Boden verlagern und in die Topposition zu gelangen. Beide versuchen in der Folge in die Back-Mount zu gelangen, Grasokha behauptet die Topposition. Patric Dessousa Carneiro zeigt einen starken Kampf aus der Guard, verpasst allerdings die Chance einen Armbar zu setzen. Gregor Krasokha dagegen hätte konsequenter einen Rear Naked Choke versuchen müssen, doch letztendlich gewinnt er knapp nach Punkten gegen Patric Dessousa Carneiro.

Sieger nach Punkten: Gregor Krasokha

20. Simon im Schaar vs. Fabian Wosnitza MMA [Top-5 Fight]

Man hatte sich noch nicht vom Kampf zuvor erholt, da gab es den nächsten Top5 Kampf. Simon im Schaar und Fabian Wosnitza war der nächste Augenschmaus des Abends.

Der Kampf war eine Achterbahnfahrt, weil die Positionen sich ständig änderten. Im Schaar kommt gleich zu Beginn in die Mount, wo die Jungs nicht lange verharren, denn der Kampf verlagert sich schnell wieder in den Stand. Wosnitza, der etwas kleinere Mann, ist der bessere Striker, kommt mit Low-Kicks und Schlägen zum Kopf durch und setzt im Schaar stark unter Druck. Und wieder unten gelingt Wosnitza in der Back-Mount fast ein Rear Naked Choke, doch im Schaar kann noch abwehren.

In der zweiten Runde wechselt der Kampf ständig die Positionen, vom Stand zum Boden und zurück in den Stand. Im Schaar ist eine Nuance stärker am Boden, doch im Stand ist Wosnitza ein Terrier, lässt nicht ab von seinem Gegner, treibt ihn vor sich her. Im Schaar wirkt Mitte der zweiten Runde schon total ausgepowert und kann sich von einem Armbar-Versuch noch einmal retten. Im Schaar wackelt, ein KO liegt in der Luft, doch dann gibt es die Aufgabe. Komplett entkräftet und demoralisiert gibt im Schaar den Kampf auf.

Sieger durch Aufgabe: Fabian Wosnitza

21. Aytekin Armutcu vs. Mohamed Taha MMA [Top5-Fight & Fight of the Night]

Der letzte Kampf ist ebenfalls in der Top5 der besten Kämpfe des Abends gelandet und damit nicht genug, wieder wird ein Kampf mit Aytekin Armutcu zum Fight of the Night gewählt. Daran ist natürlich auch der starke Debütant Mohamed Taha beteiligt, der mit riesigem Anhang da ist und die Halle zum beben bringt. Auf der anderen Seite, unbeabsichtigt getrennt vom Taha Anhang, waren die Unterstützer von Aytekin nicht minder leise. Wir hatten während des Kampfes Gänsehautattacken und danach ein schrilles pfeifen in den Ohren.

Dann ging die Post ab! Armutcu startet mit Low-Kicks, darauf ein Highkick-Spektakel von Taha, doch Armutcu kann blitzschnell ausweichen. Stürmischer Schlaghagel von beiden Jungs, man kann nicht absehen wie der Kampf ausgehen wird.

Armutcu versucht einige seiner gefürchteten Takedowns, doch der Kampf sollte hauptsächlich im Stand stattfinden. Zu stark der Rumpf von Taha, den wahrscheinlich nicht mal ein 500 Kg Rammbock zu Boden bekommen könnte. Keiner schenkt dem anderen etwas, unser Martial Arts Experte Keiko, unsere Fotografin Silke und ich wissen nicht wie der Kampf ausgeht, aber wir wissen schon das EINE, es wird mindestens ein Top5-Fight werden, unser Rumble in the Pott. Doch dann ein unbeabsichtigter Tiefschlag von Taha gegen Armutcu. 5 Minuten Erholungspause.

Die erste Runde sehr ausgeglichen, die zweite Runde mit minimalen Vorteilen Taha. Der Kampf wird langsamer, die Jungs haben alles gegeben und dann ist der Kampf des Abends vorbei.

Warten auf das Urteil…and the Winner is… Mohamed Taha mit leichten Vorteilen.

Aytekin Armutcu hat sehr gut gekämpft, aber am Ende vielleicht auch deshalb nicht gewonnen, weil er seinen explosiven Kampfstil Mohamed Taha nicht aufzwingen konnte. Trotzdem gab es bei diesem Kampf keinen wirklichen Verlierer, sondern hatten zwei junge Männer uns allen genau das geboten, was erwartet wurde. Wir legen uns fest, beide werden für Furore sorgen, sofern sie auf dem Teppich bleiben und auf ihre tollen Betreuer hören.

Das Fazit: Tolle Kämpfe, ein tolles Publikum und hübsche Damen wohin das Auge reichte machten die Hausgala zu einem kleinen Top-Event. Kompliment an die Schick Brüder und natürlich Isa Topal.

Was wir noch besonders erwähnen wollen ist der respektvolle Umgang unter den Kämpfern. Unser Martial Arts Experte Keiko, der das erstmals im Ruhrpott eine Kampfveranstaltung gesehen hat, war derart fasziniert von diesem Miteinander, dass er mich bat das zu erwähnen.

Recht hat er, wir lieben den Ruhrpott und unser Support für Euch kommt von Herzen.

Text: Attila

Fotos: Silke Freitag

 

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  1. *Adrian Ambrus

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