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It’s Lanna Time: Zweite Ausgabe a la carte begeistert “Kampfsport-Gourmets“

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Foto: Momo SA

 

Bochum – Wir wussten schon seit Wochen, was uns auf der It’s Lanna Time Volume 2 in Bochum erwarten würde und man hat uns nicht im geringsten enttäuscht. Der 29. November bot den begeisterten Zuschauern in den Räumlichkeiten des Lanna Martial Arts Gyms 19 rasante Fights mit vielen erwarteten Siegen, aber auch einigen Überraschungen.

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Foto: Momo SA

Beginnen wir aber mit dem MMA Hauptkampf im Federgewicht zwischen dem 19-jährigen Underdog Giuseppe Correra von der Fightlounge Dortmund gegen den ehemaligen Topringer und aktuellen M1 Challenge Fighter Saba Bolaghi von MMA Spirit aus Frankfurt. Es gab Stimmen von Experten, die sich sicher waren, dass Correra keine 30 Sekunden gegen Bolaghi stehen würde, aber sie wurden eines Besseren belehrt.

Zwar befand sich der Dortmunder Youngster gegen den 25-jährigen Shootingstar permanent in der Guard, doch er wehrte sich gegen seinen übermächtigen Gegner in fast 3 Runden tapfer und mit allem was er hatte. Und eines muss man an dieser Stelle besonders erwähnen: Bei Bolaghis bisherigen 2 Siegen überstand niemand mehr als eine Runde und seine bisherigen “Opfer“ sind nicht etwa namenlose “Nichtskönner“, sondern gestandene europäische Profis mit besten Kampfrekorden.

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Foto: Momo SA

Wenn wir den Verlierer des Kampfes loben müssen, wollen wir das gerade auch dem Sieger zukommen lassen. Denn Bolaghi ist erst dieses Jahr im April zum ersten mal zu einem MMA Fight angetreten und konnte bisher in 3 Fights vollends überzeugen. Er hat sogar beste Chancen “Newcomer of the Year“ zu werden, nachdem unsere Kriterien nun erfüllt wurden und wir ihn live kämpfen gesehen haben. Man muss es deutlich sagen, Bolaghi ist ein “Kannibale“ im Cage, den man nicht umsonst den “Schrecken der deutschen MMA Szene“ nennt. Er kennt keine Furcht und setzt, egal gegen wen er antritt, all seine Kampfkraft ein und bekämpft seine Gegner bis sie demoralisiert aufgeben.

Der gestrige Kampf fing an, wie man es erwarten durfte. Correra suchte sein Heil im Standup und zeigte mit schnellen Fäusten, dass er seinen Gegner mit boxerischen Mitteln besiegen wollte. Doch Bolaghi konnte in allen Runden immer wieder spektakuläre Takedowns ansetzen und bearbeitete seinen Gegner überwiegend aus der Backmount. Correra gab allerdings nie auf, zeigte stets weiter Kampfbereitschaft. Trotzdem musste er in allen 3 Runden viele harte Körpertreffer einstecken. Nach Beendigung der zweiten Runde wirkte Correra physisch und psychisch erschöpft, doch aufgeben kam für ihn nicht in Frage. Bolaghi zeigte sich dagegen vor dem Gong zur dritten und letzten Runde weiterhin auf der Höhe und tänzelte demonstrativ hin und her, als wollte er seinem jungen Kontrahenten sagen: sieh her, ich kann noch 10 Runden so weiter machen.

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Foto: Momo SA

Correra versuchte sein Glück erneut mit Kombinationen, aber musste dann nach harter Gegenwehr den letzten Takedown des Abends hinnehmen. Kurz darauf war es dann auch um ihn geschehen, Bolaghi konnte einen Triangle Choke setzen und gewann so absolut verdient seinen dritten MMA Kampf dieses Jahr. Selbst die vor Ort befindliche Konkurrenz war nach dieser Leistung nicht nur beeindruckt, sondern voll des Lobes für den Mann vom MMA Spirit Team.
Bolaghi sollte sich in Zukunft mit der deutschen Top 10 messen bzw. hoffen wir darauf, dass es 2015 national zu den Duellen zwischen den Besten kommt.

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Foto: Momo SA

Im 18. Kampf zuvor konnte Mitveranstalter Kojo Ennin von der Lanna Martial Arts im Mittelgewicht K1 Fight gegen Mustafa Eren Eksi von der Kampfsportuniversität Herne den Sieg davontragen. Nachdem mehrere Gegner von Ennin absagen mussten, sprang der Herner C-Klasse Kämpfer glücklicherweise ein und machte seine Sache mehr als ordentlich gegen den B-Klasse Kämpfer. Zwar ging Ennin permanent nach vorne, während Eren Eksi auf seine Konterchancen wartete, aber signifikant sah der Klassenunterschied nicht aus, was nicht an der sowieso vorhandenen Klasse von Ennin lag, der wie man es von ihm gewohnt ist, ablieferte, sondern am Talent der Herners. Doch nach harter Gegenwehr musste Eren Eksi gegen Kojo Ennin eine einstimmige Punktniederlage einstecken, aber durfte trotzdem den Cage mit erhobenem Haupt verlassen. 

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Foto: Momo SA

Im drittletzten Kampf gab es ebenfalls ein Duell der zwei Klassen. Medwedeff Cup Sieger Nikolaj Falin von der Fight Lounge bekam es im K1 mit dem Aserbaidschaner Xeyel Ehmedov vom Team Baku zu tun und hatte anfänglich auch große Mühe mit dem kleineren Mann, der mit guten Jabs und Kicks gegen den Favoriten zu überzeugen wusste. Doch nach der Hälfte der ersten Runde übernahm dann Falin die Kontrolle und zwang seinen Gegner in die Defensive, bei der er ihn mit einigen guten Schlägen und Tritten in Bedrängnis bringen konnte. Ehmedov kam darauf mit leichten Schmerzen im linken Rippenbereich in die Rundenpause. Kurz nach Wiederaufnahme des Kampfes waren die Schmerzen auch der Auslöser für die Beendigung des Kampfes. Ehmedov sackte plötzlich zusammen und musste längere Zeit im Cage von der Ringärztin behandelt werden. Im Anschluss wurde er für nähere Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht, wo man glücklicherweise keine Brüche, sondern eine schmerzhafte Rippenprellung feststellen konnte.

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Foto: Momo SA


Einen tollen MMA Fight im Halbschwergewicht gab es im 16. Kampf zwischen Robert Rakowski von der Fight Lounge und Florian Kopiec von den neu gegründeten Vestside Warriors zu sehen. Dabei überzeugte der erst 18-jährige Kopiec mit einem technisch sehenswerten Fight und spielte förmlich mit seinem erfahreneren Gegner im Cage. Mit mehreren gelungenen Takedowns schaffte er Rakowski ständig in Verlegenheit zu bringen. Trotz seiner Überlegenheit im Bodenkampf, ließ Kopiec seinen Gegner immer wieder aufstehen, wo er auch mit einem starken Standup der überlegene Fighter war. Rakowski steckte allerdings nie auf und wehrte sich tapfer weiter. Nach dem der Warriors Fighter die Gelegenheiten für einen vorzeitigen Sieg ungenutzt ließ, durfte er sich über einen verdienten und einstimmigen Punktsieg freuen.

Von Florian Kopiec wird man in der Zukunft sicherlich noch einiges erwarten dürfen, denn der blutjunge Allrounder hat alles, um in den nächsten Jahren in die nationale Spitze aufzusteigen.

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Foto: Momo SA

In einem Grappling Duell mit zwei klangvollen Namen aus der deutschen MMA Szene, trafen Max Coga von MMA Spirit aus Frankfurt auf den Kölner Khalid Taha vom Combat Club Cologne aufeinander. Beide zeigten im Bodenkampf ihre guten Fähigkeiten, doch am Ende konnte Max Coga als der erfahrenere Kampfsportler seinen jüngeren Kontrahenten zur Aufgabe zwingen und wartet nun auf seinen nächsten M1 Challenge Einsatz. Khalid Taha nahm die Niederlage sportlich und kündigte an, daraus lernen zu wollen und weiter an seinen Bodenkampffähigkeiten zu feilen.
Max Coga konnten wir nach dem Kampf nachträglich für seinen Fight of the Night bei der FAIR.FC 2 prämieren, der die Ehrung gerne entgegennahm.

Im Damen MMA Duell bis 58 Kg lieferten Cinja Kiefer von Mirkos Fight Gym Offenburg und die bekannte Muay Thai Weltmeisterin Ania Fucz von University of Fighting Düsseldorf einen denkwürdigen Pro fuczFight über 3 Runden. Dabei war Fucz darauf bedacht, sich nicht in einen Bodenkampf gegen Kiefer verwickeln zu lassen, die mit einigen technischen Finessen am Boden auch zeigte, warum man sie dort fürchten sollte. Und andersrum wusste Kiefer um das gefürchtete Standup von Fucz. Es war ein Duell der verschiedenen Kampfsysteme, bei dem Fucz die dominantere Athletin war und sich in der ersten Runde im Bodenkampf einem Heel Hook und Armbarversuch erwehren konnte. Bei der Auseinandersetzung erlitt sie auch einen blutenden Cut an der Stirn, was sie aber nicht sonderlich störte. Sie konnte Kiefer immer wieder am Käfig festnageln und traktierte sie mit harten Schlägen. In der 2. Runde übernahm Fucz, die erst zur ihrem zweiten MMA Kampf angetreten war, vollends die Kontrolle und beendete den Fight vorzeitig durch Ground & Pound.
Wir freuen uns auf mehr Auftritte von Fucz im MMA und behalten auch die starke Kiefer weiterhin im Auge.

Mit Marc Bockenheimer stand ein weiterer namenhafter Athlet aus den Reihen vom MMA Spirit in einem MMA Leichtgewichtsduell im Cage. Sein Gegner war Mikael Zaipolaev von Mirkos Fight Gym, der auch als Außenseiter in den Kampf ging und seine Chance nutzen wollte. Doch Bockenheimer dominierte den Kampf besonders am Boden. Zaipolaev zeigte dabei zwar gute Ansätze, aber war der Kampfkraft Bockenheimers letztendlich nicht gewachsen und musste eine vorzeitige Niederlage in der zweiten Runde hinnehmen.

Tabea Frank konnte Amelie Robrecht in einem K1 Damenfight in der offenen Gewichtsklasse eindeutig nach Punkten besiegen. Zwar ging Robrecht, wie man es von ihr gewohnt ist, ständig nach vorne, doch hatte Tabea Frank die bessere Taktik an diesem Tag und konnte aus der Rückwärtsbewegung mehr und deutlichere Treffer landen.

In einem schönen Mittelgewicht Boxkampf gewann Asad Zadeh von Lanna Martial Arts äußerst knapp ein Duell gegen Combat Club Cologne Boxer Christian Konermann. Dabei fing Zadeh zwar in der ersten Runde wie die Feuerwehr an und traf seinen Gegner häufiger, aber der Kölner meldete sich in der zweiten Runde zurück und konnte so den Kampf offen gestalten. Zur 3. Runde waren beide Boxer völlig ausgepowert, aber gaben nochmals alles. So hieß der glückliche Gewinner nach 3 Runden Asad Zadeh.

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Foto: Momo SA

Mit Sami Ekinci machte ein weiterer Vestside Warrior Fighter in einem MMA Schwergewichtskampf auf sich aufmerksam. Der hoch talentierte 23-Jährige zeigte viele gute Facetten und ließ seinem Kontrahenten Christian Kussauer von der Fight Lounge keine Entfaltungsmöglichkeiten. Vom lautstarken Anhang gestützt schaffte Ekinci fast in der ersten Runde einen vorzeitigen Sieg durch GNP, den aber Christian Kussauer noch einmal abwehren konnte. Doch in Runde 2 konnte Ekinci den Fight dann vorzeitig durch Rear Naked Choke für sich entscheiden.

Der Schwergewichtskampf im Boxen zwischen Marius Heinrich vom Sparta X Gym und Sebastian Grala von Lanna Martial Arts endete nach 30 Sekunden mit einem K.O. Sieg von Grala.

Philemon Schibli vom Combat Club Cologne konnte im MMA Leichtgewicht einen vorzeitigen Sieg durch Schläge in der ersten Runde gegen Christian Stephan von Mirkos Fightgym feiern. Dabei zeigte der Kölner den Zuschauern einen sehenswerten Kampf.

Zu einem erneuten Aufeinandertreffen zwischen Annika Sarica und Pia Schubert kam es wie bei der ersten It’s Lanna Time nun auch bei der zweiten Ausgabe. Auch diesmal zeigten die Mädels in einem K1 Fight bis 62 Kg ihr Können. War das Resultat damals ein gerechtes Unentschieden, konnte Sarica diesmal über 3 dominant geführte Runden den verdienten Sieg davon tragen.

Im Weltergewicht Boxen konnte Jupps Fight Team Juwel Tayfun Yavuz gegen Mazlum Dündar von Lanna Stahl einen Sieg für das bekannte Kölner Gym holen. Beide jungen Boxer zeigten rasantes Tempoboxen und begeisterten über 3 Runden die Zuschauer. Yavuz war dabei der technisch bessere und schnellere Mann im Cage und gewann so auch verdient nach Punkten.

Mit Salaheddin El-Asmar von den Vestside Warriors war ebenfalls ein Mann vom neu gegründeten Team erfolgreich. Er besiegte Amanuel Ukuwait vom Combat Club Cologne nach Punkten und trug so für den totalen Triumph der Vestside Warriors bei, die mit 3 Siegen in 3 Kämpfen eine maximale Ausbeute davontrugen.

svenjaEin erneutes freudiges Wiedersehen gab es für uns mit Svenja Börding, die wir bei der ersten Veranstaltung kennen lernen durften. Die Lanna Martial Arts Kämpferin traf im K1 auf Kevser Demir von der Fight Lounge Dortmund. Schon damals bei ihrem Debüt zeigte Börding einen technisch sauberen Kampf, aber verlor knapp nach Punkten. Diesmal, gestärkt mit einer Linsensuppe, zeigte sie einen tollen Fight. Sie nahm gleich zu Beginn das Zepter in die Hand und regierte den Cage mit technisch sehenswerten Aktionen. Diesmal wartete die Sozialarbeiterin nicht ab, sondern trieb ihre überforderte Gegnerin vor sich her. Demoralisiert gab die an diesem Tag hoffnungslos unterlegene Kevser Demir den Kampf in der Pause zur zweiten Runde auf.

 

Im K1 Kampf bis 85 Kg zwischen Joel Pätzold vom Bujin Gym Essen und Khodr El-Lahib von Lanna Stahl konnte sich der Essener nach Punkten den Sieg holen.

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Foto: Momo SA

Ein großes Talent konnte uns am Samstag ein stolzer Kenpokan Coach Lars Brockmann präsentieren. Sein Schützling Can Kocak lieferte sich mit Ahmed “ Der Rattenjunge“ Gassa ein tolles Duell im K1 bis 75 Kg. Zwar verlor der Teenie den Fight über 3 Runden nach Punkten, aber zeigte besonders in Runde 1, die er für sich entscheiden konnte, welch großes Talent in Hannover reift. Ahmed Gassa konnte in den Runden 2 und 3 seine Erfahrung ausspielen und gewann knapp aber verdient gegen Can Kocak.

Den Eröffnungskampf zur It’s Lanna Time 2 lieferten sich Abdulkadr Ben-Ali Jupps Fightteam und Tobias Meyer zu Westram von Lanna Martial Arts Bochum. Beide Kämpfer schenkten sich über 3 Runden nichts und zeigten gleich zu Beginn tollen Kampfsport. Die erste Runde musste man für Ben-Ali werten, der mehr Aktionen und bessere Treffer landen konnte. In der zweiten Runde wendete sich das Blatt. Tobias Meyer zu Westram kam besser auf und gewann die zweite Runde. Eine ausgeglichene Runde gab es dann in der 3. Runde zu sehen. Am Ende gewann Ben-Ali mit 2-1 Punktrichterstimmen den Kampf sehr knapp.

Wir freuen uns schon auf die dritte Ausgabe der It’s Lanna Time im Jahr 2015, wenn Matchmaker Isa Topal mit seinen Partnern Rene und Ulli Schick, sowie Kojo Ennin NRW in Atem hält.

Attila Revada

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2 Kommentare zu “It’s Lanna Time: Zweite Ausgabe a la carte begeistert “Kampfsport-Gourmets“

  1. ich finde euch super germa. Bringt ihr auch bald eine Zeitung wie diese arrogant Groundpound

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