FAIR.FC Young Guns: Sie fürchten weder Knie noch Fäuste

11071168_855362181204373_6014891409588274198_n

Was einst der Stoff aus Hollywood war, könnte eigentlich auch bei einer deutschen MMA Großveranstaltung das Motto sein. Frei nach dem Western Young Guns von 1988 und den damaligen Stars vieler Mädchenträume, Charlie Sheen oder Emilio Estevez, könnte auch am 28. März die FAIR.FC auf ein junges, attraktives Teilnehmerfeld verweisen. Blutjunge Kämpfer wie Khalid Taha (22), Lom-Ali Eskijew (22) oder Teddy Violet (23) bereichern das Hauptprogramm genauso, wie das Vorprogramm mit vielen Stars von Morgen auftrumpft: Den Young Guns von Herne.

Und bitte nicht falsch verstehen, es ist kein Gütesiegel für Qualität oder hat ein Alleinstellungsmerkmal, wenn eine der Topveranstaltungen in Deutschland auf die jungen Stars der Szene setzen konnte, aber es ist bemerkens- und erwähnenswert.

Wir hatten uns bis zu dem letzten Plakat der FAIR.FC auch keine großen Gedanken gemacht, wie hoch oder niedrig der Altersdurchschnitt bei dieser Veranstaltung ist, sondern der erste Gedanke war, dass viele junge Mädchen vor so einem Plakat stehen geblieben sein könnten, wie damals 1988 vor dem Kinoplakat des Films Young Guns.

Neben den vielen jungen Stars setzt die Veranstaltung natürlich auch auf die Dienste eines Routiniers wie Cengiz Dana (34), der dem deutschen MMA durch seine jahrelange Präsenz genauso seinen Stempel aufgedrückt hat, wie heute die jungen Wilden, die teilweise MMA von der Pike auf lernen und ihren Vorbildern in der UFC nacheifern, um selbst eines Tages ein Teil des großen MMA Zirkus zu werden.

MMA ist in Deutschland eine aufstrebende Sportart, die aber mit vielen Klischees zu kämpfen hat. Früher verwies der deutsche Boulevard mit Bildern von meist blutverschmierten Hinterhofkämpfern auf die angebliche negative Seite des Käfigkampfes und erzeugte so grausame Bilder von einer Zeit, als Gladiatoren, die meist Sklaven waren, im Kolosseum zu Rom gegen Tiger, Löwen und andere Sklaven um ihr Leben kämpfen mussten. Doch damit hat der modernste und fortschrittlichste Kampfsport der Welt nichts zu tun, bei dem ein gutes Entertainment der Kämpfer genauso dazu gehört, wie das der Boxer, die mit viel Tamtam ihren Gang zum Ring zelebrieren.

Und MMA ist auch schon längst Geschäft geworden. Der Kuchen wird aber nicht wie beim Fußball oder Boxen immer kleiner, sondern wächst stetig weiter, da sich jeden Tag mehr Menschen für den Sport begeistern können. War man einmal bei einem MMA Event dabei, lässt es einen auch nicht mehr los.

Und dort wo der Rubel rollt, sind junge Stars genauso wichtig, wie gestandene und routinierte Helden der Szene, diejenigen, die mit ihrer jahrzehntelangen Präsenz und dem Knochen Hinhalten erst die Rampe aufgebaut haben, die viele junge Stars heute als Sprungbrett in die großen Ligen der MMA Welt nutzen.
Und genau diese Rampe wollen auch die FAIR.FC Young Guns nutzen, egal ob sie Saba Bolaghi, Semi Ekinci, Ottman Azaitar, Khalid Taha oder Lom-Ali Eskijew heißen. Sie fürchten weder Knie noch Fäuste, um ihre Träume zu verwirklichen.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass wieder Kämpfer von der FAIR.FC aus den Sprung auf den “Walk Of Fame“ des MMA Sports schaffen, was vor einem Jahr Nick Hein oder Alan Omer gelang, die FAIR.FC als Sprungbrett für eine internationale Karriere zu nutzen.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: