UFC Logo Mendes McGregor

von Patric De Sousa Carneiro

In der Nacht von Samstag den 11.07 auf Sonntag den 12.07, war es endlich soweit. Die von der UFC als der größte Event des Jahres verkaufte Show, war schon im Vorfeld ein wahrer Hingucker. Hauptgrund dafür war sicherlich „the Notorious“ Conor McGregor, der es wie kein zweiter, außer vielleicht Chael Sonnen, schafft zu polarisieren und sich zu verkaufen. Und als wäre dies noch nicht genug, gab es oben drauf noch den Titelkampf im Weltergewicht zwischen Robbie Lawler und Rory MacDonald.

Eine knallharte Fightcard, die hielt was sie versprach.

Chad „Money“ Mendes vs. „the Notorious“ Conor McGregor um den Interims-Federgewichtstitel:

Nachdem der Federgewichtstitelträger Jose Aldo wegen einer Verletzung an der Rippe den Kampf gegen McGregor absagte, musste ein starker und fähiger Ersatz gefunden werden.profigtt

So kam es, dass der im Vorfeld auf Platz eins stehende Chad Mendes den Platz einnahm und gegen McGregor um den Interims-Titel kämpfen durfte. Die beiden gingen schon vor dem Kampf in hitzigen Wortgefechten auf, wobei es meist darum ging, das McGregor seinen Gegner als Zwerg beschimpfte und ein K.O. prophezeite, während Mendes als starker Ringer behauptete, dass er seinen Gegner auf die Matte holen wird und ihn dort zerstöre.

In der ersten Runde begannen beide Kämpfer direkt mit hohem Tempo. Mendes schaffte es ein eingesprungenes Knie von McGregor zu fangen und sich einen Takedown zu erarbeiten, doch landete in der Guard seines Gegners, welcher relativ zügig aufstand und den Kampf weiter im Stand suchte. McGregor versuchte Schläge und Frontkicks aus der Distanz anzubringen und seine Reichweite zu nutzen, was ihm gut gelang. Mendes landete noch zwei weitere Takedowns und konnte seinem Gegner einen Cut an der rechten Augenbraue mit einem Ellenbogenstoß zufügen. Doch zeigten die langen Attacken von McGregor ihren Effekt und man sah wie Mendes Kondition immer weiter abnahm.

Die zweite Runde begann, wie die erste endete. McGregor schien das Tempo nochmal anzuziehen, Mendes landete aber einen schönen Takedown und arbeitete gut aus der Guard mit Ground & Pound. Doch auch dieses Mal schaffte der Ire es wieder in den Stand und ließ schnelle und harte Kombinationen auf seinen Gegner einprasseln. Mendes schien Konditionell am Ende und konnte seinem Kontrahenten nichts mehr entgegensetzen und wurde mit einer krachenden linken zum Kinn zu Boden geschickt und mit Ground & Pound abgefertigt.

Mit einem furiosen Finish konnte sich der Ire Conor McGregor, verdient zum Interims-Champion krönen und wird wohl doch noch seinen erhofften Kampf gegen Jose Aldo bekommen.

Ruthless“ Robbie Lawler vs. Rory „Red King“ MacDonald um den Weltergewichtstitel:

Nachdem die beiden Kämpfer sich das letzte Mal eine fünf Runden Schlacht mit anschließendem Split-Decision Urteil zu Gunsten von Lawler lieferten, war für beide Athleten die Motivation sehr hoch, da es dieses Mal um noch mehr ging.

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Die erste Runde begann mit einem taktischen abtasten, wobei dies relativ ungewöhnlich schien für Lawler, der normalerweise gerne am Mann arbeitet. Doch nutzte MacDonald die Runde aus und landete viele Schläge mit dem linken Jab zum Kopf von Lawler.

In der zweiten Runde sah man dann den gewohnten Robbie Lawler. Der Rechtsausleger traf wiederholt mit einer schönen Jab, Cross Kombination zum Kopf seines Kontrahenten und fügte ihm einen Cut auf der Nase zu, die anschließend aussah als wäre sie gebrochen. Rory suchte seine Punkte neben den langen Jabs in seinen Kontern und versuchte seinen Gegner zu Boden zu bringen, doch war Lawlers Takedownsdefense solide und lückenlos.

Doch gab MacDonald nicht auf und landete in der dritten Runde einen harten Kick an den Kopf seines Gegners, der sich schwankend über die Runde retten konnte. Auch nach der Pause schien Lawler noch nicht ganz bei sich zu sein und wurde wiederholt mit einem Kick zum Kopf getroffen. Rory dominierte die Runde und verlangte seinem Gegner viel ab.

Die letzte Runde startete und beide Kämpfer gingen einander hart an. Doch schien Lawler in die Nase vorne zu haben und schaffte es seinen Gegner in die Defensive zu drängen und ihn erneut mit einer schönen Jab, Cross Kombination auf der Nase zu treffen. Daraufhin ging Rory MacDonald zu Boden und „Ruthless“ Robbie Lawler hatte seine erste Feuertaufe als Champion bestanden.

Dennis „the Menace“ Bermudez vs. Jeremy „Lil‘ Heathen“ Stephens:

Diese beiden physisch sehr starken Kämpfer, gingen direkt zu Beginn hart ineinander und lieferten sich einen benlee pilliwilden Schlagabtausch. Dadurch kam es zu einem Cut über dem rechten Auge von Stephens, durch einen unbeabsichtigten Kopfstoß. Nachdem die Kämpfer ihren Rhythmus fanden, gelang es in der zweiten Runde Stephens seinen Gegner mit einem linken Schwinger hart am Kinn zu treffen und kurz zu Boden zu schicken. Doch Bermudez biss die Zähne zusammen und versuchte wieder in den Kampf zu finden.

Jeremy Stephens traf wiederholt mit harten Lowkicks, die ihre Wirkung zeigten und Bermudez langsamer werden ließen.

In der dritten Runde positionierte Bermudez seinen Gegner mit dem Rücken zum Käfig und wollte mit langen DSC_0092Schwingern die Distanz verkürzen, als ein eingesprungenes Knie von Stephens in hart auf das Kinn traf und ihn stoppte. Jeremy ließ noch Ground & Pound folgen, doch der Referee ging dazwischen und beendete den Kampf zugunsten von Jeremy Stephens.

Gunnar „Gunni“ Nelson vs. Brandon „Rukus“ Thatch:

Der als starker Striker bekannte Thatch, hat sich mit Gunnar Nelson, welcher mit Conor McGregor trainiert, einen harten und vielseitigen Gegner vor sich. Thatch hatte im Vorfeld verlauten lassen, er würde sich definitiv den Sieg sichern, doch hatte Nelson andere Pläne.

So startete Brandon Thatch selbstbewusst im Stand und versuchte seine Techniken zu etablieren. Doch schon nach etwas mehr als einer Minute, landete sein Gegner eine krachende links, rechts Kombination und erwischte Thatch am Kinn. Dieser fiel und wurde direkt von Nelson gemountet. Nach ein paar scrambles, hatte Gunnar die Mount sicher und Thatch versuchte sich vor den Schlägen zu schützen indem er seinen Rücken aufgab. Nelson ließ sich nicht beirren, sicherte sich die Backmount, schloss die Bodytriangle und holte sich kurz darauf den Rear-naked-choke.

Brad „ One Punch“ Pickett vs. Thomas „Thominhas“ Almeida:

profigttAuch in diesem Kampf ging es direkt schon zu Beginn aufs Ganze. Der bis dahin ungeschlagene, junge Almeida nutze seine Reichweite nicht sonderlich gut aus, sondern ließ sich lieber auf einen Infight mit dem boxerisch starken Pickett ein. Nachdem in der ersten Runde Pickett die Führung übernahm, indem er Almeida anklingelte, konnte der Brasilianer in der zweiten Runde das Blatt wenden und ein überraschendes Flying Knee zum Kinn seines Gegners landen, welcher K.O. ging. Der Referee machte einen super Job und ging direkt dazwischen und beendete den Kampf.

Main Card:

Federgewicht(-66kg) Conor McGregor Bes. Chad Mendes Via T.K.O.(Schläge) 4:57 in Runde 2
Weltergewicht(-77kg) Robbie Lawler Bes. Rory MacDonald Via T.K.O.(Schläge) 1:00 in Runde 5
Federgewicht(-66kg) Jeremy Stephens Bes. Dennis Bermudez Via T.K.O.(Flying Knee und Schläge) 0:32 in Runde 3
Weltergewicht(-77kg) Gunnar Nelson Bes. Brandon Thatch

Via Submission

(Rear-Naked-Choke)

2:54 in Runde 1
Bantamgewicht(-61kg) Thomas Almeida Bes. Brad Pickett

Via K.O.

(Flying Knee)

0:29 in Runde 2

Prelim Card:

Weltergewicht(-77kg) Matt Brown Bes. Tim Means Via Submission(Guillotine) 4:44 in Runde 1
Weltergewicht(-77kg) John Howard Bes. Cathal Pendred Via Split Decision(2 x 29-28, 28-29) Nach Runde 3
Weltergewicht(-77kg) Alex Garcia Bes. Mike Swick Via Punkteentscheid(2 x 30-27, 29-28) Nach Runde 3
Bantamgewicht(-61kg) Cody Garbrandt Bes. Henry Briones Via Punkteentscheid(3 x 30-27) Nach Runde 3
Fliegengewicht(-56kg) Louis Smolka Bes. Neil Seery Via Punkteentscheid(3 x 30-27) Nach Runde 3
Leichtgewicht(-70kg) Cody Pfister Bes. Yosdenis Cedeno Via Punkteentscheid(3 x 29-28) Nach Runde 3
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