FAIR.FC A1 WCC begeistern mit Monstershow in Eindhoven

 

von Momo Sa

ffc3Am Samstag den 28. November fand in Kooperation zwischen der Niederländischen Organisation A1 World Combat Cup und ihrem deutschen Pendant FAIR.FC ein europäisches Mega-Event in Eindhoven statt. Eins sei vorweg genommen: es war von Anfang bis zum Ende eine sehr gelungene Veranstaltung mit einem Monsterprogramm. Das Event konnte mit einem vollem Haus, überragender Stimmung und klasse Fights vollends überzeugen.

Unser Hauptaugenmerk haben wir in erster Linie auf die Deutschen Vertreter geworfen, aber wollen den einen oder anderen K1 Fight aus niederländischer Sicht nicht außer Acht lassen.

Patric de Sousa Carneiro vs Julien Graco – MMA Herren

Gleich im zweiten Kampf standen sich der Belgier Julien Graco vom Shocx Gym Brüssel und Patric de Sousa Carneiro von der Fight Academy Hagen in einem harten Match gegenüber. Beide Kämpfer tasteten sich zunächst ab, ehe De Sousa Carneiro versuchte seinen Kontrahenten mit Lowkicks zu bearbeiten. Gracco antwortete mit 2 Takedowns, aus denen er allerdings nicht sonderlich Profit schlagen konnte, da De Sousa Carneiro die Arme des Belgiers blockierte. Wieder im Stand setzte der Hagener mit Stomps seinem Kontrahenten zu und konnte weitere Takedownversuche abwehren. In der zweiten Runde konnte Patric nun Oberwasser gewinnen und mit weiteren profigttFußaktionen die Highlights setzen. Diesmal konnten jeweils beide Kämpfer einen erfolgreichen Takedown landen. De Sousa Carneiro arbeitete gut im Clinch und setzte Knie zum Oberschenkel von Julien, der sich immer schwerer auf den Beinen halten konnte und stehend K.O war. Glücklicherweise ging der Kampf für den Belgier nicht über 3 Runden und so wurde nach 2 harten Runden abgerechnet. Die Punkterichter sahen mit 2:1 Gracco vorne. Ein schmeichelhafter Sieg für den Shocx Athleten, gegen den die Fight Academy Hagen Einspruch eingelegt hat.

Vorläufiges Urteil: 2:1 Für Julien Gracco

Mohammed Taha vs Santino König – MMA Herren

ffc2Bei seinem zweiten Profifight zeigte Mohammed Taha von Anfang an wer Herr im Ring ist und beeindruckte Santino König mit harten Fäusten und Kicks. Mit einem angetäuschten Lowkick, den er überragend zum Highkick wandelte, durchbrach Taha endgültig die Deckung von König und setzte mit seinen harten Fäusten nach. König sah kein Gegenmittel und drehte sich weg, bis Ringrichter Angelo Dijoor nichts anderes übrig blieb, als den Kampf folgerichtig abzubrechen.

Sieger durch TKO in der ersten Runde: Mohammed Taha

Muhammed Celebi vs Sebastian Krela – MMA Herren

Auch im MMA Fight zwischen Sebastian Krela vom Combat Club Cologne und Muhammed Celebi von Anima MMA gab es ein schnelles Ende. Beide Kämpfer versuchten sich zunächst im Stand und tauschten harte schnelle SchlägeFFC1# und Knie aus. Mit einer schönen Links-Rechts-Kombination setzte Celebi seinen Widersacher schwer unter Druck und schickt diesen im Anschluss mit einer schönen Linken aus dem Lehrbuch zu Boden und beendete durch Ground & Pound den Kampf.

Sieger durch TKO: Muhammed Celebi

Dilara Kocak vs Sertap Koca – K1 Damen

Dilara Kocak setzte die größere Sertap Koca mit schnellen Box-Kombinationen unter Druck. Kocas Kampfausrichtung war dagegen darauf ausgelegt, ihre Schlagstarke Gegnerin auf Distanz zu halten und arbeitete Dilara2viel mit dem Jab und langen Kicks. Sertap Koca bewegte sich anfangs gut und konnte Kocak zu Beginn von sich fernhalten, indem sie Kocak in den Clinch nahm und mit Knien bearbeitete. Dilara Kocak drehte ab der zweiten Runde mächtig auf und landete gute Schlagkombinationen. Sie hatte nun eine gute Distanz gefunden und wiederholte das Szenario auch in Runde 3. Nach drei Runden sahen die Punktrichter den Kampf ausgeglichen und forderten eine vierte Runde um eine Siegerin ermitteln zu können

Hier wollte Dilara keine Zweifel über den Ausgang des Kampfes aufkommen lassen und wirkte sehr aktiv und aggressiv. Sertap Kocas Aktionen wirkten zum Ende durchschaubar und sie konnte auch physisch Kocak nichts mehr entgegenbringen. Nun fand sie sich oft auf dem Boden wieder. Dilara Kocak war dominanter und siegte am Ende hoch verdient.

Siegerin nach nach 3 Runden + Zusatzrunde: Dilara Kocak

Ramunas Paliunis vs Ottman Azaitar – MMA Herren

Nachdem unzählige Gegner von Ottman Azaitar abgesagt hatten, konnten die Organisatoren mit dem erfahrenen Ramunas Paliunis aus Litauen kurzfristig einen neuen Gegner finden, der aber letztendlich chancenlos gegen den Bulldozer war. Wie in vielen Kämpfen zuvor beendete Ottman Azaitar auch diesen Kampf innerhalb weniger Sekunden durch TKO am Boden.

Ottman Azaitar gewinnt in der ersten Runde durch Ground & Pound

Khalid Taha vs Daniel Makin – MMA Herren

KhalidIm Vorfeld gab es eine saftige Herausforderung von Daniel Makin an Khalid Taha. Makin vertrat nach seinem zuvor gegen Marcel Bennewitz etwas überraschend gewonnenen Kampf  die alleinstehende Meinung, dass Taha nicht der bessere Kämpfer sei. Khalid Taha wurde in letzter Zeit mehrfach von Leuten herausgefordert, die deutlich hinter ihm stehen. Nun hatte er die Nase voll und nach dem stärkere Gegner gegen ihn bei der FAIR.FC nicht antreten wollten, wollte er an seinem mutigen Heruasforderer ein Exempel statuieren. Gesagt, getan. Khalid Taha ging 100 Prozent seriös und konzentriert in den Kampf. Er tastete kurz ab und feuerte die ersten Salven an Händen ab, ehe er Makin per Takedown zu Boden zwang. Dort mountete er ihn sehr schnell und ließ Fäuste und Ellenbogen auf Makin hageln.

Khalid Taha gewinnt durch Ground & Pound in der ersten Runde

Soufiane Kaddouri vs Elias El Hajoui – K1 Männer

Dieser Kampf war absolut eines der Highlights des Abends. Beide Kämpfer legten ein unglaubliches Tempo vor und zeigten spektakuläre Techniken. Ihre Vielseitigkeit wurde durch ihre Angriffe auf allen Ebenen mehr als deutlich. K1 Fans kamen hier absolut auf ihre Kosten. Zum Schluss konnte Soufiane Kaddouri den Kampf durch einen K.O via Spinning Backfist für sich entscheiden. Wahnsinns K.O!

Soufiane Kaddouri gewinnt durch K.O

Bas Vorstenbosch vs Rinus Douma – K1 Männer

Bas Vorstenbosch ist für seine unglaublich harten Kicks und Rinus Douma für seine Nehmerqualitäten bekannt. Dies spiegelte sich auch im Kampf wieder. Bei Bas Vorstenbosch sah man, dass er eine positive Entwicklung gemacht hat. Er überzeugte den gesamten Kampf über mit harten Fäusten in Kombinationen mit seinen Kicks. Rinus Douma tat sich schwer die Distanz zu überbrücken und an Bas ran zu kommen. Vorstenbosch dominierte fast die gesamte erste Runde. Aber zum Ende wurde es gefährlich für ihn, der einen gefährlichen Haken von Douma kassierte und wacklige Knie bekam, aber sich in die Rundenpause retten konnte. In der 2. und 3. Runde ließ Vorstenbosch keine Zweifel, dass er als Sieger den Ring verlassen würde. Douma hatte an dem Tag zwar einen wahren Betonschädel und wollte einfach nicht zu Boden gehen, auch Respekt dafür, aber letztendlich war es ein absolut verdienter Sieg für Vorstenbosch der die Halle zum kochen brachte.

Bas Vorstenbosch gewinnt einstimmig nach Punkten.

maxMax Coga vs Benjamin Brander – MMA Herren

M1-Global Fighter Max Coga zeigte sehr schnell, warum er wohl einer der besten MMA – Fighter Deutschlands ist. Mit einer schönen rechten traf er den Schweizer Topfighter Brander hart und der Kampf ging schnell Richtung Boden. Dort konnte Coga seinem Gegner einen Cut zufügen. Um weiteres Unheil zu vermeiden, ließ der Referee die Verletzung vom Ringarzt begutachten, der Bader aus dem Kampf nahm.

Max Coga gewinnt in der ersten Runde (Doc stoppage contest/Cut)

Steven Cnudde vs Rochel Gumuljo – MMA Herren

Hier trafen sich zwei bisher ungeschlagene Kämpfer, die gute Ergebnisse vorweisen können. Rochel Gumuljo begann sehr forsch und versuchte mit seinen gefürchteten Suplex Cnudde auszuhebeln. Dies ging gegen den Rochel Stevenbelgischen Judoka in die Hose und von da an verlor der Mann von Uwe Göbkes die Kontrolle und landete auf dem Rücken. So konnte Cnudde sich für die geschenkte Mount bedanken und bearbeitete den Aachener mit harten Fäusten. Gumuljo konnte sich aus der misslichen Position lösen und in den Stand wechseln. Statt aber nun sich erst einmal zu sammeln, stürmte er Cnudde hinterher und lief in eine harte Rechte hinein, die ihn zu Boden schickte. Cnudde setzte nach und machte den Sack via TKO zu. Eine ungewohnt wilder Auftritt von Gumuljo, der ihm einen positiven Kampfausgang gekostet haben dürfte.

Steven Cnudde gewinnt durch Ground & Pound in der der ersten Rund

Lom Ali Eskijew vs Chabane Chaibeddra – MMA Herren

Lom-Ali Eskijew Kämpfe sind immer spannend und wir können es vorweg nehmen: war es auch diesmal in LomEindhoven. Gegen den Franzosen Chabane Chaibeddra bekamen die MMA Fan einen Leckerbissen zu sehen,der die Herzen höher schlagen ließ. Und das mit Chabane Chaibeddra kein Fallobst aus Paris nach Eindhoven anreiste, hatten wir schon im ausführlich Vorfeld berichtet und auf seine Stärken aufmerksam gemacht. Von Eskijew weiß man, dass er sich nur mit den Besten messen möchte. Den bekam er tatsächlich mit dem Franzosen mit den Algerischen Wurzeln vorgesetzt. Beide Akteure zeigten starke Boxtechniken. Der Franzose war allerdings bestens auf den Combat Club Cologne Mann eingestellt und stellte sich als unglaublich unangenehmen Gegner dar. Er hielt in der ersten Runde Lom Ali, der deutlich kleiner war, sehr gut auf Distanz und konnte mit seinen bekannten Lowkicks und Fäusten punkten. Beide provozierten sich und pushten sich dadurch eher gegenseitig. Eskijew versuchte einen Takedown und landete dabei selbst auf dem Rücken. Chaibeddra nutze dies für Ground & Pound, jedoch wäre Eskijew nicht der Löwe, wenn er sich nicht aus der Situation retten könnte und drehte sich erfolgreich raus.Doch zur Überraschung der Deutschen Fans wurde Lom-Ali Eskijew erneut auf den Rücken gedreht, aus der Chaibeddra aber keinen Profit schlagen konnte. Aber die erste Runde ging an der Franzosen.

In der zweiten Runde tauchte Chaibeddra geschickt unter Lom Alis Schlägen ab und holt sich den Takedown. Er versuchte wieder mit Ellenbogen und Schlägen am Boden zu arbeiten. Aber Eskijew packte das Trickkästchen aus und griff zum Armbar, was sehr vielversprechend aussah. Chaibeddra konnte allerdings mit Eskijew am Haken aufstehen wpid-wp-1437191475552.jpegund versuchte sich daraus zu lösen. Lom Ali hing wie ein Pittbull an ihm und traktierte ihn mit Heelkicks ins Gesicht. Der Franzose schaffte es aber sich zu lösen. Und es ging im Stand weiter, es war eine Schlacht mit zwei bärenstarken Kämpfern.

Eskijew holte sich in Runde 3 zwei Takedowns. Beim zweiten Takedown geriet Chaibeddra sehr unglücklich in die Ringseile und verletzte sich heftig. Ihm wurde dabei vom zurückschnellenden Ringseil fast das Ohr abgerissen. Klar, dass der Franzose nicht mehr weiter kämpfen konnte. Wirklich sehr schade, diesen Kampf hätten wir gerne über volle Distanz gesehen, aber vielleicht ist diese Story noch nicht zu Ende. Denn ein Rematch macht nach diesem Ausgang sicherlich Sinn.

Der Kampf wurde somit für Lom-Ali Eskijew gewertet.

Übrigens reiste Ruben Crawford sein Gegner Manuel Garcia aus Spanien nicht an. Und das trotz bezahlter Flugtickets und Hotelzimmer. Sehr ärgerlich, da die Vorbereitung des Kölner so natürlich für die Katz war. Eine große Unsportlichkeit des Spaniers. 

Aber auch Marc Bockenheimer hatte allen Grund sich zu ärgern, da sein belgischer Gegner Donovan Desmae beim cutten für die Waage dehydriert war.  

Die weiteren Ergebnisse des Kampftages:ffc3

Ertugrul Bayrak gewinnt gegen Dennis Koeiman durch TKO

Deniz Demirkapi gewinnt nach Punkten gegen Fabia Veiga

Sanne Strabig gewinnt nach Punkten gegen Doborah Doubli

Bilal Boudas gewinnt durch TKO gegen Xeyel Ehmedov

Joud Abarnous gewinnt nach Punkten gegen Fatih Ozkan

Boubaker El Bakouri gewinnt durch TKO gegen Vincent Block

Brahim Boukerch gewinnt nach Punkten gegen Omar Bouali

Jos Gouveloos gewinnt nach Punkten gegen Jermaine Goudmijn

Rachid Belaino verliert nach Punkten gegen Robbie Hageman

Mesut Derin verliert nach Punkten gegen Yassin Baitar

Vahid Rohsani verliert durch TKO in Runde 3 gegen Harut Gregorian

Brian Douwes gewinnt nach Punkten gegen Jamal Ben Sadik

WMMAA

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