7 Fragen an Fabian Hindenberg: „Die Motivation ist wie immer hoch“

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Es ist verdammt lange her, dass man den einstigen MMA Shootingstar Fabian Hindenberg im Cage sah. Mit 4 Siegen innerhalb von 5 Monaten wirbelte der heute 22-Jährige  im Jahr 2013 die MMA Szene gehörig durcheinander. Dann folgte im September 2014 seine erste Niederlage und im Anschluss eine langen Auszeit mit Verletzungen an der Hand. Nun steht aber in Kürze sein lang ersehntes Comeback bei Hype FC in Bremen an. Wir konnten in unserer Rubrik „7 Fragen an…“ mit dem verheißungsvollen Talent ein kleines Interview führen.

GFN: Seit deinem letzten Kampf gegen Mick Mokoyoko im September 2014 ist es sehr ruhig um dich geworden. Was waren die Gründe für die lange Pause?

Fabian Hindenberg: Ja das stimmt. Ich habe nach meinem letzten Kampf im September 2014 erst mal eine kleine Pause eingelegt. Leider habe ich mich dann 2-mal, sehr ungünstig, an der Hand verletzt und war somit länger aus dem Training raus. Die Hand ist jetzt wieder voll einsatzbereit.   

Im Jahr 2013 konntest du 4 Siege innerhalb von 5 Monaten holen. War der Schritt einst vom Amateur zum besten Neuling der Szene zu schnell?

Ja, es kam wirklich alles Schlag auf Schlag. Ich würde aber nicht sagen, dass es zu schnell ging. Mein Vater, der auch mein Trainer ist und mein Team haben mich immer gut vorbereitet. So war es mir möglich bei jedem Kampf klar und fit in den Cage zu steigen.

Dann, 14 Monate später, hast du durch einen einzigen Fehler gegen Mick Mokoyoko verloren. Wie oft hast du dir den Kampf angesehen und wie oft, hast du dich dabei über den missglückten und gleichzeitig kampfentscheidenden Takedown von dir geärgert.

Den Kampf gegen Mick habe ich mir natürlich unzählige Male angesehen. Der Takedownversuch war einfach undurchdacht und schlecht ausgeführt. Dass einem sowas im MMA schnell den Kampf kosten kann, habe ich an diesem Abend mehr als deutlich gelernt. Mick hat den Kampf am Boden sofort zur Cagewand verlagert und gepounded. Leider hat der Referee den Kampf dann relativ schnell abgebrochen und auch mein Vater warf das Handtuch.Mich hat die Niederlage nicht sonderlich mitgenommen. Mick war an diesem Abend einfach besser drauf und das muss man akzeptieren können.guerilla

Womit hast du deine Motivation während der langen Auszeit aufrechterhalten? Gibt es ein Mittel gegen Ringrost?

Die lange Auszeit nehme ich ganz einfach positiv. Ich fahre Schritt für Schritt das Training wieder hoch und gewöhne mich so mit vollen Akkus wieder an das Wettkampftraining. Ich bin im Moment einfach froh wieder regelmäßig zu trainieren. Darum mache ich mir keine Gedanken. Die Motivation ist wie immer hoch

Ähnlich wie beim Vater-Sohn-Duo Ilbay im Boxen, ist auch dein Vater dein Trainer, Mentor und Cornerman in Personalunion. Welche Vorteile oder auch Nachteile hat das?

Ich bin mit dieser Situation absolut zufrieden. Mein Vater und ich haben ein gutes Verhältnis. Privat so wie beim Training. Er ist logischerweise eine der Personen, die mich am besten kennen und weiß mich somit auch im Training gut zu handeln und mich zu motivieren. Nachteile sehe ich dabei nicht.

Gibt es schon einen Termin für ein Comeback im Ring, Cage oder auf der Matte? Wie hoch ist der Druck, wie groß ist die Vorfreude?

Ich werde zum ersten Mal am 21.Mai bei Hype FC in Bremen wieder im Cage stehen. Dort werde ich einen Kampf nach K1 Regeln bestreiten. Die Vorbereitung dafür läuft gut und ich bin hoch motiviert endlich wieder zu kämpfen.

Können wir einen Fabian Hindenberg 2.0 erwarten?

Von einem Fabian 2.0 zu sprechen wäre übertrieben denke ich. Schon alleine, weil ich relativ neu im professionellem MMA bin.

 Mit Fabian Hindenberg sprach GFN Redakteur Markus Wiemann

 

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